Die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners beschreibt, ob dieser finanziell in der Lage ist, eine offene Forderung vollständig oder zumindest in vereinbarten Teilbeträgen zu begleichen. Sie ist damit ein wichtiger Faktor für die Wahl der richtigen Maßnahmen im Inkasso.
Ist ein Schuldner grundsätzlich zahlungsfähig, kommt jedoch seiner Zahlungsverpflichtung nicht nach, kann die Forderung im Inkasso konsequent verfolgt werden. Anders sieht es aus, wenn aktuell nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. In diesem Fall können beispielsweise realistische Ratenzahlungsvereinbarungen eine Möglichkeit sein, die Forderung dennoch zu realisieren.
Auch eine aktuell eingeschränkte Zahlungsfähigkeit bedeutet nicht automatisch, dass eine Forderung uneinbringlich ist. Die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Schuldners können sich verändern. Bei titulierten Forderungen kann deshalb auch eine langfristige Überwachung sinnvoll sein.
Die Zahlungsfähigkeit beeinflusst somit sowohl die kurzfristige Inkassostrategie als auch die Entscheidung darüber, welche weiteren Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind.
