Von einer Wirtschaftlichkeitsprüfung im Forderungseinzug spricht man, wenn im Inkasso bewertet wird, ob die weitere Verfolgung einer offenen Forderung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Dabei wird geprüft, ob der zu erwartende Rückfluss in einem angemessenen Verhältnis zum Aufwand weiterer Beitreibungsmaßnahmen steht.
Im professionellen Forderungsmanagement spielt diese Bewertung eine zentrale Rolle. Nicht jede offene Forderung sollte unabhängig von ihrer Erfolgsaussicht unbegrenzt weiterverfolgt werden. Entscheidend ist vielmehr, ob zusätzliche Maßnahmen wie Ermittlungen, gerichtliche Verfahren oder Vollstreckungsmaßnahmen noch eine realistische Chance auf wirtschaftlichen Erfolg bieten.
In die Wirtschaftlichkeitsprüfung fließen dabei unterschiedliche Faktoren ein. Dazu gehören insbesondere die Höhe der Forderung, die bekannten wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners, bereits erfolgte Bearbeitungsschritte sowie mögliche weitere Kosten der Rechtsverfolgung.
Im professionellen Forderungsmanagement dient die Wirtschaftlichkeitsprüfung deshalb als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Sie hilft dabei, Ressourcen gezielt einzusetzen und zwischen wirtschaftlich sinnvollen Forderungen und Fällen mit geringer Erfolgsperspektive zu unterscheiden.
