Schlechte Zahlungsmoral bedroht deutsche Firmen

Schlechte Zahlungsmoral bedroht deutsche Firmen

19. September 2016
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Deutsche Kunden sind zwar gewissenhafte Zahler – dennoch bringen selbst sie Firmen in finanzielle Schieflagen.

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

In ganz Europa herrscht eine schlechte Zahlungsmoral – durchschnittlich jede fünfte Rechnung wird von Unternehmen und Privatkunden zu spät oder gar nicht beglichen und der Anteil der säumigen Zahler steigt. Die Deutschen sind zwar gewissenhafte Zahler – dennoch treiben selbst sie Firmen in den Ruin. 83 Prozent der Firmen und Privatkunden hierzulande begleichen ihre Rechnungen und Forderungen innerhalb der gesetzten Fristen – zum Vergleich in Griechenland, Rumänien, Bulgarien oder der Slowakei beträgt der Wert etwa nur 73 % Prozent. Im internationalen Vergleich ist der deutsche Wert zwar relativ gut, betriebswirtschaftlich gesehen ist diese Zahl trotzdem dramatisch.

 

 

Foto: Kreuznacher Zeitung / pixelio.de

Den Rechnungsstellern fehlen jedes Jahr hohe Milliardenbeträge und das gefährdet Existenzen. Vor allem Kleinbetriebe geraten in große Schwierigkeiten, wenn ihre Leistungen zu spät oder gar nicht bezahlt werden. Liquiditätsengpässe und Zahlungsausfälle der eigenen Kunden sind die häufigsten Gründe für Zahlungsausfälle oder -verzögerungen bei Geschäftskunden. Darüber hinaus werden zudem die Konjunkturlage, Insolvenzen und mangelnde Professionalität bei der Rechnungsbearbeitung genannt. Bei den Privatkunden werden Arbeitslosigkeit, Liquiditätsengpässe und Überschuldung, sowie Vergesslichkeit als Gründe für eine schlechte Zahlungsmoral genannt.

Komplettausfälle von Forderungen kommen in Deutschland relativ selten vor – lediglich bei etwa einem Prozent liegt der Anteil – wobei auch das noch immer Milliardensummen sind!

Foto: Mark van der Hell / pixelio.de

Eine Reaktion der Unternehmen auf die schwindende Zahlungsmoral ist oft eine Verlängerung der Zahlungsziele. Offenbar lässt die Angst vor Kundenschwund am vielumkämpften Markt viele Unternehmen nachsichtiger im Umgang mit säumigen Zahlern sein. Im Schnitt hatten Schuldner 36 Tage im Jahr 2015 Zeit, ihre Rechnungen zu bezahlen. Größere Erfolge gab es deswegen aber auch nicht. Entgegen der Annahme, dass durch längere Zahlungsfristen der Anteil pünktlicher Zahlungen steigt, scheinen Kunden die Bezahlung sogar noch weiter hinauszuzögern. In Deutschland gibt es deswegen seit zwei Jahren das „Gesetz zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr„. Seither haben sich die Zahlungsziele hierzulande deutlich verkürzt auf aktuell nur noch 23 Tage.

 

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