Ablauf Inkassoverfahren

Hier führen wir Ihnen die einzelnen Schritte eines Inkassoverfahrens auf, mit denen wir versuchen, Ihre Forderung beim Schuldner geltend zu machen.

 

Außergerichtliches Inkassoverfahren angemahnte, unbestrittene Forderungen

SCHUFA-Auskunft

Um für Sie das Kostenrisiko so niedrig wie möglich zu halten, holen wir vor Start der Bearbeitung eine SCHUFA-Auskunft über Ihren Schuldner ein. Anhand des Score-Werts und der negativen Eintragungen bzw. Merkmale entscheiden wir dann gemeinsam, ob eine weitere Beitreibung Ihrer Forderung sinnvoll erscheint. Sie entscheiden, ob wir den Fall ohne Kosten für Sie schließen, auf Pauschale übernehmen oder das außergerichtliche und gerichtliche Inkassoverfahren einleiten sollen.

Das erste Inkassomahnschreiben

Der Schuldner wird von uns an seine Zahlungsverpflichtung erinnert. Wir informieren Ihren Schuldner, dass von uns das Mandat übernommen wurde und ausschließlich mit uns kommuniziert werden soll. Es werden dem Schuldner alle Daten gemäß § 11a RDG nochmals mitgeteilt und ein Zahlungsziel gesetzt. Zugleich signalisieren wir Gesprächsbereitschaft bzgl. einer Ratenzahlung, falls die Begleichung der Forderung in einer Summe derzeit nicht möglich ist.

Das zweite Inkassomahnschreiben

Wir fordern Ihren Schuldner nochmals zur Zahlung des offenen Betrages auf. Sollte keine Reaktion seitens des Schuldners erfolgen, weisen wir auf die weiteren Maßnahmen, etwa den Einstieg ins gerichtliche Mahnverfahren hin. Auch hier erhält der Schuldner nochmals die Möglichkeit mit uns in Verbindung zu setzen und die Angelegenheit zu regeln.

Telefoninkasso

Wenn bis zu diesem Zeitpunkt keine Reaktion des Schuldners erfolgte, nehmen wir den Hörer in die Hand und versuchen letztmalig außergerichtlich eine einvernehmliche Lösung zu finden. Unsere Telefongespräche werden von speziell geschultem Fachpersonal durchgeführt. Durch das persönliche Gespräch am Telefon gelingt es uns häufig eine vernünftige Zahlungsregelungen zu finden.

 

Übergang ins gerichtliche Inkassoverfahren

Antrag auf Mahnbescheid

War das außergerichtliche Inkassoverfahren ohne Erfolg bzw. führte nicht zur vollständigen Begleichung der Forderung, wird das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet. Durch uns wird ein Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids beim für Sie zuständigen Mahngericht gestellt. Nach Prüfung Ihres Antrages beim Mahngericht ergeht ein Mahnbescheid, der Ihrem Schuldner in amtlicher Zustellung zugeht.

Antrag auf Vollstreckungsbescheid

Nach einer 14-tägigen Frist (Widerspruchsfrist des Schuldners) stellen wir den Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides. Nach erneuter Prüfung des Antrages beim Mahngericht ergeht ein Vollstreckungsbescheid, der Ihrem Schuldner ebenfalls in amtlicher Zustellung zugeht. Gegen den Vollstreckungsbescheid kann der Schuldner 14 Tage Einspruch erheben. Danach ist Ihre Forderung tituliert und kann 30 Jahre beigetrieben werden.

Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

Nach Titulierung werden unverzüglich Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet. Der Gerichtsvollzieher wird mit der Pfändung in das bewegliche Vermögen des Schuldners und der Abgabe der Vermögensauskunft des Schuldners beauftragt. Pfändungen in Forderungen die der Schuldner gegen Dritte hat (z.B. Gehaltsforderungen gegen den Arbeitgeber, Kontopfändungen, usw.) werden veranlasst.

Inkasso Überwachung

Sollten sich aus der Vermögensauskunft momentan keine Vollstreckungsmöglichkeiten ergeben (z. B. arbeitslos, kein Girokonto), wird in regelmäßigen Abständen geprüft, ob der Schuldner wieder zahlungsfähig ist. Diese Information lässt sich nur durch Beharrlichkeit erlangen. Bei der Überwachung greifen wir auf verlässliche Auskünfte unseres Vertragspartners SCHUFA AG zurück. Ebenso werden neue Adressdaten oder Lebensverhältnisse des Schuldners eingepflegt und überwacht.

 

Übernahme titulierter / ausgeklagter Forderungen Ihnen liegt bereits ein Urteil oder Vollstreckungsbescheid gegen den Schuldner vor

Wenn wir solch eine Forderung zum Einzug übernehmen holen wir vorab ebenfalls eine SCHUFA-Auskunft über den Schuldner ein, um die Risiken und Chancen des Erfolgs beim Einzug der Forderung abwägen zu können. Sollten sich erfolgversprechende Möglichkeiten ergeben, in das Vermögen des Schuldners zu vollstrecken, werden umgehend Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet. Sollte diese nicht zum Erfolg führen, übernehmen wir die Akte in unsere Inkasso Überwachung.