Allgemeine Geschäftsbedingungen - Anschriftenermittlung

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Anschriftenermittlung
(Geschäftsbesorgungsvertrag § 675 BGB)

Auftragsdatenverarbeitung nach § 11 BDSG

  1. Gegenstand und Dauer des Auftrags
    1. IGP Inkasso wird im Auftrag des Auftraggebers bei den obengenannten Stellen personenbezogene Daten nach § 11 BDSG erheben, verarbeiten und nutzen.
    2. Die Dauer des Auftrages beschränkt sich auf den jeweilig erteilten Auftrag und endet mit der Übermittlung eines Ergebnisses, positiv oder negativ, sowie der Begleichung der dazugehörigen Gebührenrechnung. Der Auftraggeber kann den Auftrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen.
  2. Umfang, Art und Zweck der Datenerhebung
    1. Ermittlungen werden ausschließlich für unsere Kunden mit berechtigtem Interesse durchgeführt, als da wären Adressabgleich, Aktualisierung eigener Bestandsdaten, sowie Forderungsmanagement.
    2. IGP Inkasso ermittelt die Adressen mit Hilfe von Anfragen über die Anstalt für Kommunale Daten-verarbeitung in Bayern (AKDB), Hansastraße 12-16, 80686 München, Einwohnermeldeämtern der jeweiligen Städte und Gemeinden, welche nicht im Verzeichnis der AKDB enthalten sind, PREMIUMADRESS Deutsche Post AG, Bonn sowie der SCHUFA AG, Wiesbaden.
  3. Technische und organisatorische Maßnahmen nach § 9 BSDG
    1. Für die auftragsgemäße Verarbeitung personenbezogener Daten nutzt IGP Inkasso schwerpunktmäßig die Webschnittstelle der jeweiligen Auskunftsstellen oder nutzt den postalischen Weg zur Einholung von Auskünften.
    2. IGP Inkasso beachtet die Grundsätze ordnungsgemäßer Datenverarbeitung.
    3. Die Datensicherungsmaßnahmen bei IGP Inkasso können im Laufe des Auftragsverhältnisses der technischen und organisatorischen Weiterentwicklung angepasst werden.
    4. Wesentliche Änderungen sind von IGP Inkasso mit dem Auftraggeber schriftlich abzustimmen.
  4. Regelungen zur Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten
    IGP Inkasso hat personenbezogene Daten aus dem Auftragsverhältnis zu berichtigen, zu löschen oder zu sperren, wenn der Auftraggeber dies mittels einer Weisung verlangt und berechtigte Interessen von IGP Inkasso dem nicht entgegenstehen.
  5. Datenschutz
    IGP Inkasso wird als Inkassodienstleister – anders als der Auftragsverarbeiter – nicht weisungsgebunden tätig, d.h. wir sind kein Auftragsverarbeiter. Wir verarbeiten die Daten zur Durchsetzung der Forderungen unserer Mandanten und im Rahmen des (eigenen) Forderungsmanagements. Es gilt grundsätzlich der Artikel 4 Nr. 7 der DS-GVO.  In Sinne dieses Artikels sind wir Verantwortliche und keine Auftragsverarbeiter.
  6. Pflichten von IGP Inkasso
    IGP Inkasso verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen und nach Weisungen des Auftraggebers. IGP Inkasso sichert im Bereich der auftragsgemäßen Verarbeitung von personenbezogenen Daten die vertragsgemäße Abwicklung aller vereinbarten Maßnahmen zu.Für die Sicherheit erhebliche Entscheidungen zur Organisation der Datenverarbeitung und zu den angewandten Verfahren sind mit dem Auftraggeber abzustimmen. Soweit die bei IGP Inkasso getroffenen Sicherheitsmaßnahmen den Anforderungen des Auftraggebers nicht genügen, benachrichtigt er den Auftraggeber unverzüglich.IGP Inkasso verpflichtet sich, bei der auftragsgemäßen Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Auftraggebers das Datengeheimnis zu wahren. Zudem sichert IGP Inkasso zu, dass diebei der Durchführung der Arbeiten beschäftigten Mitarbeiter vor Aufnahme der Tätigkeit mit den für sie maßgebenden Bestimmungen des Datenschutzes vertraut gemacht und sie auf das Datengeheimnis schriftlich verpflichtet werden. IGP Inkasso überwacht die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften in seinem Betrieb.Ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter ist bei IGP Inkasso nicht bestellt, da die Voraussetzungen für eine Bestellung nicht vorliegen.
  7. Rechte und Pflichten des Auftraggebers
    Für die Beurteilung der Zulässigkeit der Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datennutzung sowie für die Wahrung der Rechte des Betroffenen ist allein der Auftraggeber verantwortlich.Änderungen des Verarbeitungsgegenstandes und des Verfahrens sind gemeinsam zwischen Auftraggeber und IGP Inkasso abzustimmen und schriftlich zu bestätigen.
  8. Vergütung und Kosten
    IGP Inkasso erhält pro Auftrag eine Vergütung in Höhe von € 2,00 zzgl. MwSt. und der entstandenen Barauslagen.Barauslagen pro Anfrage sind wie folgt:

    ZEMA-Online-Anfrage pro durchsuchte Gemeinde:7,00 € zzgl. MwSt.
    PREMIUMADRESS ab0,25 € zzgl. MwSt.
    Einwohnermeldeamtsanfragevon ca. 5,00 € bis ca. 15,00€
    SCHUFA-Anfrage5,30 € zzgl. MwSt.
  9. Haftung
    IGP Inkasso haftet dem Auftraggeber für Schäden, die IGP Inkasso oder seine Mitarbeiter bei der Erbringung der vertraglichen Leistung schuldhaft verursachen.Für den Ersatz von Schäden, die ein Betroffener wegen einer nach dem BDSG oder anderen Vorschriften für den Datenschutz unzulässigen oder unrichtigen Datenverarbeitung im Rahmen des Auftragsverhältnisses erleidet, ist der Auftraggeber gegenüber dem Betroffenen verantwortlich. Soweit der Auftraggeber zum Schadensersatz gegenüber Betroffenen verpflichtet ist, bleibt ihm der Rückgriff bei IGP Inkasso vorbehalten.
  10. Hinweis auf Online-Streitbeilegung gemäß Art. 14 der ODR-Verordnung: Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung: www.ec.europa.eu/consumers/odr